1979 - Bau der Reithalle

Die Mitglieder des Reitervereins waren im Sommer rundum zufrieden. Man hatte ein herrlich gelegenes
Turnier- und Trainingsgelände sowie einen praktischen Geräteraum mit Richtertribüne und Aufenthalts-
raum. Doch im Spätherbst und Winter stellte man immer wieder fest, wie witterungsabhängig man war.
Bei Frost musste jegliches Reiten eingestellt werden. Darum wurde am 01.09.1972 über das Wunsch-
ziel des Vereins, den Bau einer Reithalle, beraten.

Am 10.10.1972 wurde bereits ein Antrag an die Stadt Straelen gestellt, in dem die Dringlichkeit des Baues
einer Reithalle begründet wurde. Aus den verschiedensten Gründen dauerten diese Verhandlungen längere
Zeit. Erst auf der Generalversammlung am 09.01.1978 konnte der Vorsitzende den Mitgliedern des Vereins
mitteilen, dass die Pläne für den Bau einer Reithalle konkrete Gestalt angenommen hätten.

Es solle eine Halle errichtet werden mit den Maßen 50 m Länge und 22 m Breite zu einem Kostenpunkt
von ca. 400.000 DM. Hiervon muss der Verein eine Eigenleistung von mindestens 60.000 DM erbringen.
Der Vorsitzende wies darauf hin, dass der Verein diese Leistung nur erbringen könne, wenn alle Mitglieder
des Vereins auch tatkräftig mitarbeiteten. Des weiteren müssen die Beiträge der Mitglieder wesentlich
erhöht werden, und zwar um 100%. Nachdem die ganzen Probleme des Baues ausführlich und sachlich
diskutiert worden waren, schlug man der Versammlung vor, in geheimer Abstimmung darüber zu entschei-
den, ob man auch trotz der starken Erhöhung des Beitrags den Bau einer Reithalle bejahe. Die Stimmen-
auszählung ergab ein 100%iges Ja zum Bau einer Reithalle sowie zur Beitragserhöhung. Die Weichen-
stellung seitens des Vereins war nun klar, und man wartete gespannt auf die Entscheidung des Rates der
Stadt Straelen.

Bereits auf der Vollversammlung am 23.08.1978 konnte den Vereinsmitgliedern freudig mitgeteilt werden,
dass der Rat der Stadt Straelen beschlossen habe, eine Reithalle zu erstellen. Somit durfte man im Jahre
1979 mit dem Baubeginn rechnen. Daraufhin fasste man den einstimmigen Beschluss, dass jedes er-
wachsene Mitglied des Vereins 60 Arbeitsstunden für den Hallenbau erbringen müsse oder ersatzweise
600 DM zu zahlen habe.

Am 12.07.1979 wurde der erste Spatenstich getätigt, und die Arbeiten konnten beginnen.

Der damalige Kostenbeitrag von entweder 60 Arbeitsstunden bzw. 600 DM pro Mitglied ist auch der Grund
für die einmaligen Aufnahmegebühren. Da damals jedes Mitglied sich einbringen musste, um den Hallenbau
finanzieren zu können, wird auch heute noch von jedem neuen aktiven Mitglied eine einmalige Zahlung er-
hoben.



                                 Halleneinweihung